75 Jahre Marienwallfahrtsort Banneux

1933, als die Menschen in Belgien wie in ganz Europa in politisch wie wirtschaftlich düsteren Zeiten lebten, erschien die Muttergottes der damals 12-jährigen Mariette Beco in Banneux. Als "Jungfrau der Armen", die gekommen sei, "das Leid zu lindern", präsentierte sich Maria dem Kind aus armem Hause. In dem abgelegenen Weiler auf der Hochebene der Ardennen erschien sie zwischen Mitte Januar und Anfang März achtmal.

Noch im Erscheinungsjahr wurde neben dem Hause Beco eine kleine Kapelle gebaut, wie es die Muttergottes gewünscht hatte. Offiziell anerkannt wurden die Marienerscheinungen im Jahr 1949 durch den damaligen Lütticher Bischof Louis-Joseph Kerkhofs.

Pilgerstätte

Inzwischen besuchen Jahr für Jahr Hunderttausende Pilger aus Nah und Fern den Wallfahrtsort, finden hier an der "Quelle für alle Nationen" Trost und Kraft für ihren Lebensalltag. Im 75. Jahr der Erscheinungen gedachte das Bistum Lüttich des Ereignisses mit Konferenzen, Ausstellungen und besonderen liturgischen Feiern.

Wir haben ostbelgische Christen nach ihrer Beziehung zu Banneux gefragt und die Teilnehmer des diesjährigen Krankentriduums im Juli einen Tag lang begleitet. Im Sommer haben wir den Jugendlichen, die sich während des Weltjugendtags in Sydney dort zu einem Wochenende einfanden, über die Schulter geschaut.

Gesprächsteilnehmer

  • Leo Palm: Der Priester ist der neue Rektor des Marienwallfahrtsortes und stammt aus Wirtzfeld
  • Wim Geelen: Leo Palms Vorvorgänger und früherer Eupener Dechant
  • Karl Gatzweiler: der ehemalige Generalvikar des Bistums Lüttich. Er erlebte den Besuch von Papst Johannes Paul II. 1985 in Banneux als Zeitzeuge hautnah mit
  • Jean Pohlen: Der St. Vither Dechant nahm dieses Jahr zum 40. Mal am Krankentriduum der Deutschsprachigen teil
  • Bischof Aloys Jousten